Netzwerkkabel oder WLAN – Vor- und Nachteile

2. Mai 2016
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Das Wireless Local Area Network (WLAN) ist in Europa eindeutig im Vormarsch. Vorreiter sind Länder wie die Niederlande und Norwegen wo 2014 bereits mehr als 80 bzw. rund 76 Prozent der Bevölkerung angaben, über einen privaten WLAN Zugang zu verfügen. Dieser Wert übertrifft sogar die Vereinigten Staaten, die man in der Regel als Pionier auf dem Internetsektor betrachtet. Dort waren jedoch 2014 nur knapp über 57 Prozent aller Haushalte mit einem WLAN Zugang ausgestattet.

In Deutschland gaben schon mehr als drei Viertel aller Menschen an, das Internet auch privat zu nutzen. Besonders vorsichtig ist man bei der Verwendung von öffentlichen WLAN Hotspots, also Einwählstellen, die gratis in Hotels, Flughäfen und vielen Restaurants verfügbar sind. Zu groß dürfte die Angst sein, anderen Usern dadurch Zugang zu dem eigenen Laptop oder Smartphone zu verschaffen. Nicht einmal 40 Prozent aller Internet User gehen laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom über Hotspots ins Netz. Das Funknetz bietet für Privatpersonen und Unternehmen viele Vorteile. Kommt ein neuer User dazu, kann das Netzwerk ohne viel Aufwand erweitert werden. In Firmen können neue Mitarbeiter schnell auf alle Daten zugreifen und ins Internet einsteigen. Auch für Meetings und Veranstaltungen ist WLAN optimal, da man sich mit dem richtigen Passwort schnell einwählen kann. Relevant ist WLAN auch in Gebäuden, die unter Denkmalschutz stehen. Diese Bauwerke unterliegen nämlich strengen Richtlinien, hier dürfen für das Verlegen von Kabeln nicht einfach Wände aufgebohrt werden. Zu Hause sind kabellose Internetlösungen ebenfalls eine sehr gute Option. In vielen Haushalten gibt es mehr als ein internetfähiges Gerät. Umso mehr „intelligente“ Elektrogeräte entwickelt und von den Konsumenten angenommen werden, umso wichtiger wird, über ein WLAN Netz zu verfügen. Heute hat man meistens nicht nur einen Stand PC, es sind auch Laptops, Tablets oder internetfähige Fernseher in Betrieb.

NotebookKein Vorteil ohne Nachteil
Bei all diesen Vorteilen, die WLAN offensichtlich bietet, fragt man sich warum das Netzwerkkabel.biz noch nicht endgültig vom Funknetz abgelöst wurde. Vor allem große Firmen bleiben lieber herkömmlichen Standleitungen. Kommt es nämlich beim WLAN zu einem Funkausfall, steht der ganze Betrieb still. WLAN benützt nämlich Kanäle, die auch von anderen Geräten gewählt werden. So können Mikrowelle oder Zentralverriegelungen fürs Auto, die sich per Funk entsperren lassen, zu Störungen führen. Auch die Bauweise des Gebäudes hat Einfluss darauf, ob WLAN einwandfrei funktioniert. Metallstreben und Stahlträger zum Beispiel beeinflussen den Funkverkehr. Die Übertragungsgeschwindigkeit im WLAN Netz hängt von unterschiedlichen Kriterien ab. Die Anzahl der User, die sich einwählen, hat maßgeblich Einfluss darauf, wie schnell man surfen kann. Sämtliche eingewählte Benutzer müssen sich die Übertragungsgeschwindigkeit sozusagen teilen. Bei einer stabilen Standleitung, die jedes Endgerät mit einem Netzwerkkabel an das Internet anschließt, kommt es in der Regel selten zu Ausfällen. Da man die Verbindung nicht mit anderen Usern teilen muss, steht jederzeit die volle Kapazität zur Verfügung. Vor allem für Betriebe, wo laufend große Datenmengen ausgetauscht werden, ist eine Standleitung sich WLAN gegenüber im Vorteil. Viele Menschen, die das Internet regelmäßig nutzen, fürchten sich vor dem sogenannten „Datenklau“. Eine Kabellösung gibt Kriminellen weniger Möglichkeit, sich in fremde Netzwerke einzuschleusen Trotz Sicherheitsmaßnahmen wie den Schutz mit Passwörtern besteht bei einer WLAN Verbindung immer ein Restrisiko, dass sich Datenspione einwählen. Für Unternehmen, die mit heiklen Daten arbeiten, führt kein Weg am traditionellen LAN-Netz vorbei. Ein weiterer Vorteil der funklosen Verbindung ist, dass keinerlei Strahlung entsteht. Zwar liegen die Werte für Strahlungen, die von WLAN Routern ausgehen, weit unter dem zulässigen Referenzwert, trotzdem warnen Gesundheitsexperten regelmäßig vor den Auswirkungen vor allem auf Kinder.

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