Video schneiden – wie und warum

Video schneiden – wie und warum

Ein eigener YouTube Kanal liegt voll im Trend. Hierbei kannst du beweisen, was für ein großer Regisseur doch in einem steckt. Denn gedreht werden muss ein kleines Video, das eingestellt wird. Wer gut ist, der kann das Video so wie es gedreht wurde am Stück einstellen. In den meisten Fällen ist ein bisschen „Handwerkskunst“ notwendig, nämlich durch das Schneiden des Videos. Hierfür gibt es Bearbeitungsprogramme, um die aufgenommenen Szenen nachzubearbeiten.

Was sollte ein gutes Videoschnittprogramm können?

Du kannst bei Videoschnittprogrammen aus einer ganzen Reihe von Angeboten wählen. Sogar die meisten kostenlosen Schnittprogramme haben eine Vielzahl an nützlichen Funktionen mit an Bord, mit denen du sogar Effekte erzeugen kannst. Achte bei dem Videoschnittprogramm deiner Wahl vor allem darauf, dass dieses auch Fotos in verschiedenen Formaten bearbeiten und zusammenfügen kann. Grundsätzlich sollte ein solches Programm folgendes können:

1. Videos schneiden und zusammenfügen

2. Videos bearbeiten und verbessern

3. Fotos zusammenfügen

4. Musik einfügen und Ton bearbeiten

5. Effekte einfügen

6. Videomaterial exportieren können

Bei den Videoschnittprogrammen kommt es etwas auf die persönlichen Vorlieben an. Für einfache Videosequenzen vom Handy reicht möglicherweise eine Video App um dann das Video als Insta-Story zu veröffentlichen. Will man ein gutes Video schneiden macht es jedoch Sinn das an einem Desktop PC zu machen mit einem großen Bildschirm Maus und Tastatur. Hier gibt es zum Teil kostenlose Videosoftware wie Microsoft Movie Maker. Die Software ist jedoch schon etwas in die Jahre gekommen (2012). Zum Ausprobieren ist das ok. Aber wenn man vorhat das öfters zu machen, sich einen tollen Youtubechannel einrichten will, dann sollte man ein moderneres Videoschnittprogramm aussuchen. Die Investition von 100€ sollten es einem Wert sein.

Warum muss man Videos bearbeiten?

Ein Grund, der dafür spricht, warum ein Video einer nachträglichen Bearbeitung unterzogen werden sollte ist, dass du das gedrehte Material dadurch besser macht. Einbringen kannst du in das Video zusätzlich auch weitere Informationen. Gerade für YouTube ist es sinnvoll und wichtig, dass das Video kürzer gehalten ist, als du denkst. Dann ist die Wahrscheinlichkeit ein bisschen höher, dass das Video auch bis zu Ende angeschaut wird. Was bringt sonst ein Tutorial, wenn es sich aus Langeweile keiner bis zum Ende anschaut oder Sequenzen daraus einfach überspringt.

Der Handlungsablauf ist entscheidend: Stichwort Storytelling

Um deinem Tutorial den richtigen Schliff zu verleihen, solltest du nicht einfach drauflos drehen. Überlege dir daher vorher, welche Geschichte du in deinem Video erzählen willst. Das nennt man Storytelling. Wichtig ist, dass die Geschichte, also die Handlung in deinem Video, eine Entwicklung hat. Diese sollte für die Zuschauer erkennbar sein. Und zwar auch dann, wenn die Zuschauer mit dem Thema nicht so gut vertraut sind. Um dies zu gewährleisten, musst du dir schon vor dem Filmen einen Plan machen, wie der Ablauf des Films ungefähr sein soll. Das heißt, du solltest dir Gedanken machen, was und wer und wie das was du zeigen willst, im Tutorial letztlich zu sehen sein wird.

Die einfache Variante von einem Storytelling ist es, dass du das Ereignis chronologisch erzählst.

Tipp: Baue Spannung auf

Während du offenkundige Versprecher und Aussetzer im Text oder einen falschen Kameraschwenk herausschneiden kannst, kannst du nachträglich nicht Spannung einbauen. Auch dieser Punkt will gut geplant sein. Wenn das Video nicht so spannend ist und nur dein Kopf zu sehen ist auf dem Bildschirm, dann ist das Video für den Betrachter auch schnell langweilig. Die Gefahr ist dann groß, dass das Video nicht bis zu Ende angesehen wird.

Du kannst ein Video auch aus mehreren Einzelvideos zusammenschneiden bevor du es bei YouTube hochlädst. Diese Einzelvideos kannst du aus verschiedenen Perspektiven und mit verschiedenen Motiven aufnehmen. Hier stellt sich unweigerlich aber die Frage nach dem passenden Übergang. Hier kannst du sogenannte Überblenden verwenden beim Video schneiden, dich aber auch für sogenannte harte Übergänge entscheiden. Letzteres trifft zu, wenn durch die Aneinanderreihung der Einzelvideos plötzlich etwas ganz anderes zu sehen ist im fertigen Video. Einbauen kannst du auch Grafiken und Fotos.

Fazit

Ein wirklich passables Video für YouTube zu drehen und zu schneiden, ist nicht ganz einfach. Auf jeden Fall ist das Drehen und das Schneiden von einem solchen Video keine Sache, die du binnen kurzer Zeit erledigt hast. Es hat ja meist einen Hintergrund, warum du ein solches Video drehen willst. Schon die Vorbereitung vor dem Dreh erfordert ein bisschen Zeitaufwand. Denn irgendeinen Sinn und Zweck soll das Video ja erfüllen. Vor allem der Videoschnitt ist keine einfache Sache. Du brauchst neben ein bisschen Übung darin auch ein gutes Videoschnittprogramm und vor allem hier auch einen Plan, wie das Video letztlich aussehen und klingen soll. Das Storytelling ist daher ein sehr wichtiger Bestandteil des gesamten Drehs von einem Tutorial. Du möchtest schließlich, dass sich die User auf deinem YouTube-Kanal das Video ganz bis zum Ende ansehen und nicht nur kurz anklicken und gleich wieder wegklicken.